Category: Drama

Stay – Review

Stay – Review

Stay ist einer dieser Filme, die man mehrfach schauen kann. Denn die Geschichte die Stay erzählt ist so verworren, dass einem bei einem ersten Film-Durchlauf nur höchst unwahrscheinlich alles auffällt.

Ein Review zu dem Film von Marc Forster zu schreiben, stellt sich als sehr schwierig heraus. Denn jede inhaltliche Aussage würde ganz einfach zu Spoilern führen. Ein großer Teil des Filmes ist es, nach und nach die verworrenen Geschehnisse zu verstehen und zu versuchen einen Sinn in allem zu erkennen.

Die Prämisse aber zumindest kann man nennen: Ein junger Mann namens Henry Letham (Ryan Gosling) möchte seine Psychiaterin (Janeane Garofalo) aufsuchen. Diese wird jedoch gerade vertreten von Dr. Sam Foster (Ewan McGregor). Nach anfänglichem Misstrauen erzählt Henry von dem Grund seines Erscheinens: Er kündigt an, sich in genau drei Tagen um Mitternacht umbringen zu wollen.

Es beginnt für Dr. Sam Foster eine Irrjagd, als dieser beginnt zu versuchen zu ergründen, warum Henry sich das Leben nehmen möchte.

Was jetzt folgt ist eine Anreihung immer skurrilerer Geschehnisse. Und je weiter man in den Film hineintaucht, desto fesselnder werden die Rätsel, die Stay einem präsentiert. Der Aufbau versteht es grandios den Zuschauer von einem scheinbar übernatürlichen Event in das nächste zu schaukeln. Während des gesamten Filmes ist man stets bemüht zu versuchen dahinterzukommen, was genau geschiet und was das alles zu bedeuten hat. Grandioser Filmspaß.

The Fountain – Review

The Fountain – Inhalt

The Fountain ist ein oft übersehener und vor allem unterbewerteter Film. Wer ihn jedoch gesehen hat, ist oft begeistert. Das bildimposante Meisterwerk stammt aus der Mache des genialen Darren Aronofskys. Einen weit höheren Bekanntheitsgrad unter seinen Werken haben hier “Requiem for a Dream” oder sein jüngstes Werk: “Black Swan“.

Ohne Krallen und Lederjacke mimt Hugh Jackman in diesem sich über viele tausend Jahre hinwegstreckenden Epos Tomas: Den Krieger, den Liebenden und den Geistigen zugleich. Der Film erzählt drei parallele Geschichten und handelt es sich immer wieder um die gleich.

Der Krieger, weit in der Vergangenheit, auf der Suche nach dem Jungbrunnen, in der Hoffnung Unsterblichkeit zu finden. Der Arzt, der verzweifelt versucht Krebs zu besiegen, ein Heilmittel gegen den Tod zu finden. Der Geistliche, der vom Jungbrunnen gekostet hat und in einer abstrakten Welt dahinschwebt.

Der Strang der Vergangenheit befasst sich mit Tomas Abenteuern in Amerika. Im Auftrag der Königin Isabel macht dieser sich auf, die Quelle der ewigen Jugend im tiefsten Amerika zu finden. Isabel trachtet danach, mit der Macht des biblischen”Baum des Lebens”, dessen Saft Unsterblichkeit verleihen soll, dem grausigen Konflikt mit der Spanischen Inquisition (“Nobody expects the spanish inquisition!”) ein Ende zu setzen.

In der Gegenwart ist Tomas ein renomierter Wissenschaftler. Er versucht mit Hilfe von Pflanzenextraktionen aus Mittelamerika ein Heilmittel gegen Krebs zu finden. Er befindet sich hierbei in einem Wettlauf gegen die Zeit, da er hofft mit dem Erfolg seiner Experimente seine schwer erkrankte Freundin Izzi retten zu können.

Die dritte Zeitebene erzählt die Geschichte des Sternenreisenden Tomas. Kahlköpfig ist er in einer Sphäre auf einer Art schwebender Insel unterwegs. Mit ihm reist der Baum des Lebens, welcher wiederum eine Reinkarnation Isabels darstellt.

The Fountain – Symbolik

Ein Symbol, das den Film stets begleitet ist der Kreis. Die gewaltigen Bilder sind immer wieder unterstrichen oder umgeben von runden Gebilden verschiedenster Art. Während dem Konquistador ein symbolischer Ring überreicht wird, befindet sich der geistliche der Zukunft in einer schwebenden Sphere. In der Gegenwart dient der Ehering um die Bindung der Liebenden zu untermalen.

Die Konstellation des Filmes ist genauestens auf diese Symbolik abgestimmt. Die Story wird nicht linear, sondern vielmehr sich immer im Kreis drehend erzählt. Der Kreis steht seit jeher für Vollendung und Perfektion und gleichzeitig für die Unendlichkeit. Auf ihrer unersättlichen Suche nach Unsterblichkeit begleitet der Sternenreisende Tomas die Quelle der Unsterblichkeit selbst zu dem Nebel von Xibalbá. Ein Ort der in Mysterien für einen Ort der Wiedergeburt steht.

“Together we will live forever.” Gemeinsam werden wir ewig leben. Während die vergänglichen Körper versuchen sich dem Tod zu ersetzen, sind Izzi/Isabel und Tomas doch bereits auf einer anderen Ebene Unsterblich geworden. Zusammen werden sie gemeinsam leben.

The Fountain – Musik

Wer bereits die älteren Werke von Darren Aronofsky genossen hat, wird möglicherweise bereits mit Clint Mansell vertraut sein. Dieser kreierte zusammen mit anderen Künstlern wie dem Kronos Quartet und Mogwai einen unvergesslichen Soundtrack. Ähnlich wie die sich immerzu steigernde Bildgewalt, gewinnt auch der Soundtrack zu “The Fountain” immer mehr an Intensität.

Erst die Kombination des Films mit diesem Soundtrack macht ihn so überwältigend. Aber auch jenseits des Films eignet sich der “The Fountain” Soundtrack optimal um sich zurückzulehen und sich der Musik genießend hinzugeben.

The Fountain – Fazit

The Fountain ist ein sehr schwerer, stückweise sehr träger Film, der jedoch, wenn man sich auf ihn einlässt, eine atemberaubende Atmosphäre schafft, die durch imposante Bilder verstärkt wird und durch die grandios abgestimmte Musik perfektioniert wird.

The Fountain ist ein oft übersehener und vor allem unterbewerteter Film. Wer ihn jedoch gesehen hat, ist oft begeistert. Das bildimposante Meisterwerk stammt aus der Mache des genialen Darren Aronofskys. Einen weit höheren Bekanntheitsgrad unter seinen Werken haben hier “Requiem for a Dream” oder sein jüngstes Werk: “Black Swan“.